Der Offizier 1/19 Wehr- und sicherheitspolitisches Bulletin Nr. 1/3/19

Hier finden Sie die elektronische Vorabversion von  „Der Offizier“ Ausgabe 1/19!

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser!
Das Jahr 2019 wird „vielleicht das Schlüsseljahr“ für das Bundesheer, sagte Verteidigungsminister Mario Kunasek. „Nun wird sich herauskristallisieren, ob das Bundesheer auch in Zukunft die Aufgaben, die die Bevölkerung und die Politiker an uns stellen, sicherstellen kann“, sagte Kunasek. Eigentlich sollte sich der Bundesminister keine Sorgen machen, steht doch im Regierungsprogramm „Den Herausforderungen und den verfassungsmäßigen Aufträgen wurde in den letzten zehn Jahren nur mangelhaft nachgekommen, wodurch das ÖBH nachhaltig geschwächt wurde. Deshalb leiten wir einen Kurswechsel ein.“ Diese Beurteilung ist sehr richtig und nun kommt endlich der Kurswechsel – oder nicht? Des Weiteren steht im Regierungsprogramm unter dem Titel „Bekenntnis zu einem starken Österreichischen Bundesheer“: „Wir bekennen uns zur militärischen Landesverteidigung durch das Österreichische Bundesheer auch als strategische Handlungsreserve unseres Landes. (…) Um die Aufgaben erfüllen zu können, ist das ÖBH entsprechend rechtlich und organisatorisch auszustatten und die budgetäre Planbarkeit für die Zukunft zu verbessern.“ Wenn man sich jetzt aber Sorgen macht, muss es wohl Anzeichen geben, dass es zu keinem Kurswechsel kommt, dass man kein starkes Bundesheer will, dass das Bundesheer weiter geschwächt werden wird, dass die Aufgaben, die die Bevölkerung und die Politiker an das Bundesheer stellen, nicht sichergestellt werden können – oder nicht?
Diese Ausgabe von „Der Offizier“ vermittelt – wie immer – aus verschiedenen Blickwinkeln, warum es sinnvoll wäre, rechtzeitig und ausreichend in das Bundesheer zu investieren, damit man alles hat, was man braucht, wenn man es braucht. Begrüßenswerter Zulauf von neuem Gerät darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass man weit weg ist, von dem was man brauchen würde, um die vorgesehene Mob-Stärke von 55.000 Mann ausreichend auszustatten. Das Glas ist halb voll oder halb leer, je nachdem, wie man es betrachtet. Das halb volle Glas ist gut und richtig gefüllt, aber was ist mit dem leeren Teil?  Der versprochenen Kurswechsel ist angesagt!
Ihr Chefredakteur 
Herbert Bauer

Hier finden Sie die elektronische Vorabversion von  „Der Offizier“ Ausgabe 1/19!

Powered by Martin HEINRICH