Bundesheer: Miliz braucht verpflichtende Truppenübungen Wehr- und sicherheitspolitisches Bulletin Nr. 4/7/18

Offiziersgesellschaft unterstützt Vorstoß von Minister Kunasek

Die Österreichische Offiziersgesellschaft (ÖOG) kritisiert seit Jahren die Aussetzung der verpflichtenden Truppenübungen und fordert die Rückkehr zum bewährten 6+2-Modell des Wehrdienstes. Dieses besteht aus einem 6-monatigen Grundwehrdienst und über Jahre verteilten Miliz-Übungen.

Das Regierungsprogramm kündigt an, beim Bundesheer wieder einen verfassungskonformen Zustand herzustellen. „Die allgemeine Wehrpflicht, so wie sie die Verfassung vorsieht, bedeutet Grundwehrdienst und danach Milizverwendung. Ohne diese Miliz-Verwendung haben wir eben keinen verfassungskonformen Zustand“, erläutert Brigadier Erich Cibulka, Präsident der Offiziersgesellschaft.

„Wir haben das Regierungsprogramm zur Landesverteidigung sehr positiv aufgenommen, da es viele unserer Forderungen aufgreift und echte Verbesserungen beim Bundesheer in Aussicht stellt. Zuletzt hatten wir jedoch den Eindruck, dass wegen des geringen Budgets wenig umgesetzt wird. Umso wichtiger ist es jetzt, dass diese Initiative des Verteidigungsministers breite Unterstützung findet“, kritisiert Cibulka jene Stimmen, die ein System beibehalten wollen, bei dem Soldaten zwar ausgebildet werden, aber dann bis zu einem Ernstfall nicht mehr für Übungen zur Verfügung stehen.

„Wer ein 6+0-Modell richtig findet, der hat nicht verstanden, was Milizsystem bedeutet und wie wichtig es für den Schutz unserer Heimat ist“, schließt Cibulka.

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