Der Offizier 2/17 Wehr- und sicherheitspolitisches Bulletin Nr. 4/6/17

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Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser!

Jetzt sind sie also da, die vorgezogenen Neuwahlen! Demokratiepolitisch zu akzeptieren, für laufende Reform- und Sanierungsbestrebungen des Österreichischen Bundesheer, und damit für die Sicherheit der Republik Österreich, ein hohes Gefahrenmoment. Werden finanzielle Zusagen der derzeitigen Regierung auch in der nächsten Legislaturperiode erneuert? Wird man endlich die politischen Notwendigkeiten und Konsequenzen einer kontinuierlichen Streitkräfteplanung akzeptieren? Wird vorhandenes Geld wieder für alles Andere nur nicht für die Landesverteidigung aufgewendet werden? Wird es eine Bereitschaft geben, Sünden der Vergangenheit zu vermeiden und entstandene Defizite zu bereinigen, was naturgemäß einen höheren Mitteleinsatz bedeutet, als er bei kontinuierlicher, ausreichender Dotierung gegeben wäre? Wird die Ökonomie – was beim Bundesheer in der Vergangenheit gleichbedeutend mit Mangelwirtschaft war – die einzige Leitschnur für Organisationsmaßnahmen sein oder wird auch einmal die Effizienz, das entsprechende Leistungsvermögen, der Bedarf an ausreichendem und gut ausgebildeten Personal und, daraus resultierend, die materielle Ausrüstung im Vordergrund stehen? Wird man sich bewusst sein, was es heißt, eine strategische Handlungsreserve der Republik, also die ultima ratio für Sicherheit und Ordnung im Staat, ordentlich auszustatten? Wobei unter „ordentlicher Ausstattung“, neben dem Sicherstellen der Effizienz, auch die Unversehrtheit und Überlebensfähigkeit der eingesetzten Frauen und Männer zu verstehen ist. Wird erkannt werden, dass das Erreichen und das Aufrechterhalten eines, dem internationalen Standard entsprechenden, Niveaus mit den derzeit bereitgestellten Mitteln nicht zu bewirken ist? Was von Zynikern als „Wünsche ans Christkind“ abgetan wird, kann, bei Nichterfüllung der Notwendigkeiten für die Inhaber des politischen Willens in letzter Konsequenz den Verlust der Macht im Chaos bedeuten und für das eingesetzte Personal lebensgefährdend sein. Also nehmen wir doch einmal die Bedürfnisse der Landesverteidigung ernst!

Ihr Chefredakteur
Herbert Bauer

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