Der Offizier 1/17 Wehr- und sicherheitspolitisches Bulletin Nr. 2/3/17

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Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser!

Der Tagesbefehl von Bundespräsident Dr. Alexander van der Bellen, anlässlich seines Amtsantritts, beginnt mit den Worten: „Mit der Funktion des Bundespräsidenten der Republik Österreich bin ich auch Ihr Oberbefehlshaber geworden. Diese Funktion werde ich sehr ernst nehmen und sehe mich damit als Ihr Schirmherr und Unterstützer.“ In der Folge signalisiert der neue Oberbefehlshaber Wissen und Verständnis um das Bundesheer und seine wertvollste Ressource, das Personal: „Wo auch immer Sie im Einsatz waren und stehen, haben Sie sich Respekt und Anerkennung für Ihre gewissenhafte Pflichterfüllung und professionellen Leistungen erworben. Dies sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.“ „No na, wird er das sagen“ hüstelt der passionierte Kritikaster und veranlagte Nörgler. Aber muss er das wirklich sagen? Kann es nicht sein, dass er es auch wirklich meint? Natürlich sind es im Moment nur Worte, aber wahrzunehmen, dass es ausgesprochen wurde, dass es ausgesprochen werden wollte, erscheint wohl wichtig. Interessant und wohl auch sehr wichtig sind dann wohl auch nachstehende Aussagen: „Damit Sie Ihre Aufgaben erfolgreich bewältigen können, liegt es in der Verantwortung von Bundesregierung und Parlament, Ihnen dafür die notwendigen personellen, materiellen und infrastrukturellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Als Ihr Oberbefehlshaber werde ich darauf ein wachsames Auge haben.“ Diese Aussage hat zwar mangels Zuständigkeit für das Budget scheinbar nur geringes Gewicht, aber gesagt ist gesagt und mahnen kann der Bundespräsident wohl immer. Das hat umso mehr Bedeutung, als das fast täglich beschworene Neuwahlgespenst drohende Schatten wirft und sich die leidgeprüften Bundesheerkenner Sorgen machen, wie denn eine allenfalls neue Bundesregierung und ein neu gewähltes Parlament zu den so vitalen Fragen, wie der Sicherheit des Staates stehen werden. Es bleibt nur zu hoffen, dass die allgemeine Sicherheitslage und vielleicht doch so etwas wie schlechtes Gewissen für vergangenes Kaputtsparen den Ausschlag für vernünftige Finanzierung geben werden.

Ihr Chefredakteur

Herbert Bauer

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