Der Offizier 2/16 Wehr- und sicherheitspolitisches Bulletin Nr. 9/6/16

Hier finden Sie die Ausgabe 2/16 der ÖOG-Zeitschrift „Der Offizier“

Vorbemerkung: Das Manko einer Quartalszeitschrift ist, dass sie in der Aktualität immer nachhinken muss. So kamen die Ankündigungen des BMLV über die neuen Strukturen unmittelbar nach dem Redaktionsschluss der vorliegenden Ausgabe. Die Aktualisierungen zu den Fakten des Kapitel „Mehr Sicherheit für die Bevölkerung“ auf Seite 6 der vorliegenden Ausgabe finden Sie topaktuell unter „Die neuen Strukturen des Bundesheers“ auf unserer Homepage.

Vorwort des Chefredakteurs zur Ausgabe 2/2016:

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser!

Einer der wichtigsten Staatszwecke ist die Sicherheit. Ein Staat, der die Sicherheit seiner Bürger durch Aufrechterhalten der inneren und äußeren Sicherheit sowie zweckorientierter Rechtsprechung nicht mehr gewährleisten kann, läuft Gefahr zu zerbrechen. Dass die Globalisierung und die Internationalisierung die Aufgabe nicht leichter, sondern komplexer machen, liegt auf der Hand, entbindet aber die Nationalstaaten nicht von dieser Verantwortung. Da also der Staat seiner Fundamentalaufgabe „Sicherheit“ nachkommen muss, um seine Legitimationsgrundlage zu erhalten, steht er in der Verantwortung, die gegebenen Sicherheitsherausforderungen zu bewältigen. In der diesbezüglichen Konzeptlage ist die Republik Österreich durchaus gut aufgestellt. Beispielsweise sei verwiesen auf die Österreichische Sicherheitsstrategie oder die Teilstrategie Verteidigungspolitik. Was allerdings gering ausgeprägt ist, ist das Interesse der sogenannten Intellektuellen, aber auch der Politik an diesen die Fundamente des Staates betreffenden Konzepten, und vor allem fehlt die konsequente materielle und breite geistige Umsetzung dieser durch das Parlament bestätigten Ziele.

In der vorliegenden Ausgabe von „Der Offizier“ finden Sie Artikel, die die nationale und internationale Dimension der Sicherheitsfragen aufwerfen, aber auch eine flankierende Unterstützung zur Bedeckung des daraus resultierenden dringenden Personalbedarfs einer vor großen Abgängen stehenden Armee. Betrachtet man die insbesondere in den Artikeln zum Personal aufleuchtende idealistische Motivation, sich für diesen Staat einzusetzen, wäre es an der Zeit, auch die politische und öffentliche Anerkennung des militärischen Dienstes im Sinne der Basisaufgabe des Staates zu fördern.

Anstatt sich auf operationelle Durchführung der militärischen Führung konzentrieren zu können, sind die Planungsinstrumente des Bundesheers immer wieder gezwungen, sich den finanziellen Bocksprüngen einer tagespolitisch orientierten Politik ohne Weitblick anzupassen. Erbrachte Leistungen werden als selbstverständlich zur Kenntnis genommen, ein von allen getragener, nachhaltiger, auch ideeller Einsatz für die Bedürfnisse, die diese Leistungen erst ermöglichen, bleibt, außer bei den unmittelbar dafür Verantwortlichen, meist auf der Strecke.

Ihr Chefredakteur Herbert Bauer

Hier finden Sie die Ausgabe 2/16 der ÖOG-Zeitschrift „Der Offizier“

Cover Offz 2_16

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