Präsident Cibulka im Amt bestätigt – Forderung nach Umdenken in Sicherheitspolitik Wehr- und sicherheitspolitisches Bulletin Nr. 11/10/15

Am 17. Oktober 2015 fand in Graz die Delegiertenversammlung der Österreichischen Offiziersgesellschaft statt. Die Delegierten der 9 Landesoffiziersgesellschaften wählten dabei einen neuen Vorstand. In seinem Amt als Präsident bestätigt wurde Oberst Mag. Erich Cibulka.

Ihm zur Seite als Vizepräsidenten stehen zukünftig Generalmajor Mag. Heinrich Winkelmayer, Brigadier Mag. Rudolf Striedinger und Major Elmar Rizzoli. Als Kassier wurde Oberstleutnant Mag. Harald Mühlberger gewählt.

Die scheidenden Vizepräsidenten Brigadier Mag. Dieter Jocham, Oberst HR Bernd Schlögl, BA und Oberstleutnant-Arzt Dr. Michael Eisenmenger sowie der bisherige Kassier Oberst Günther Langer, MSc, wurden für ihre jahrelange Tätigkeit – ebenso wie langjährige Präsidenten von Landesgesellschaften – mit Auszeichnungen der ÖOG geehrt.

Hameseder: Geldmangel schadet Bundesheer

In seinem Festvortrag zur „Lage und Zukunft der Miliz“ bezeichnete sich der neue Milizbeauftragte, Brigadier Mag. Erwin Hameseder, als Ombudsmann der Miliz und als Brückenbauer zwischen dem Bundesheer und der Wirtschaft. Er bedauerte die schwindende Bedeutung, die man der Miliz in den vergangenen zwei Jahrzehnten zugesprochen hat. „Die mangelnde budgetäre Ausstattung hat nicht nur der Miliz, sondern dem gesamten Bundesheer geschadet. Ab 2016 gibt es aber erstmals wieder eine deutliche Stärkung der Miliz. Diesen Prozess werde ich weiterhin tatkräftig unterstützen!“

Cibulka: Österreich ist auf Bedrohungen schlecht vorbereitet

Der wiedergewählte Präsident, Oberst Erich Cibulka, erklärte in seinem Grundsatzreferat: „Die aktuelle Flüchtlingskrise kam nicht überraschend. Diese Bedrohung findet sich seit vielen Jahren in allen sicherheitspolitischen Analysen. Allerdings hat sich der Staat nicht darauf vorbereitet, sondern im Gegenteil das Bundesheer scheibchenweise demontiert.“

ÖOG unterstützt Bürgerinitiative „Für ein sicheres Österreich“

„Wenn heute viele Bürgerinnen und Bürger verunsichert sind, dann darf man sich nicht wundern. Wir fordern daher ein Umdenken, wie es in anderen Ländern bereits vollzogen wurde. Bundesminister Klug wäre gut beraten, bei den aktuellen Budgetverhandlungen eine Aufstockung für das Bundesheer einzufordern“ sagte Cibulka. Die Bürgerinitiative „Stopp der Bundesheer-Zerstörung! Für ein sicheres Österreich!“ setzt sich für dieses Ziel ein.

Einladung zur Pressekonferenz

Zur Vorstellung der Bürgerinitiative findet am 21.10.2015 um 10.00 Uhr eine Pressekonferenz im Militärkasino der Offiziersgesellschaft am Schwarzenbergplatz 1, 1010 Wien, statt.

Rückfragen:
Oberst Erich Cibulka, Präsident ÖOG
Tel.: 0676 3301963

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