Nr. 6/6/15 „Der Offizier“ – Ausgabe 2/15

Hier finden Sie die Ausgabe 2/15 von „Der Offizier“

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Die UN-Generalversammlung vom 10. Dezember 1948 hat im Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ganz klar festgestellt: „Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“ So ist es verständlich, dass der „Observer“, aus gegebenem Anlass, dieses Thema aufgreift und „Der Offizier“ auch eine kritische Stimme abdruckt. Auch wenn die im Artikel – „Der fahrlässig herbeigeführte Konkurs der Firma Bundesheer“ – geäußerten Meinungen nicht mit der offiziellen Linie der ÖOG übereinstimmen müssen, erscheint es uns aus Gründen der Meinungsfreiheit wichtig, sie zu bringen.

Die Mittelmeerproblematik wird angesprochen und dem neu bestellten Milizbeauftragten des Österreichischen Bundesheers wird entsprechend Raum gegeben, um in einem Interview seine Ansichten zum Thema „Miliz“ darzulegen, und der Artikel „Die Welt rüstet auf“ zeigt sehr deutlich, dass andere Regierungen ganz offensichtlich einen höheren Bedarf an der Ausrüstung ihrer Streitkräfte erkennen, als es in Österreich der Fall ist.

Die Streitkräfte sind nicht die Verursacher der Finanzkrise, aber immer noch die ultima ratio, wenn es um Sicherung von Stabilität und Wohlstand geht, weswegen sie auch so auszurüsten sind, dass sie die durch Politik und Bevölkerung erwarteten Aufgaben erfüllen können. Über den Grad der Erfüllung des geforderten Leistungsspektrums gibt es meist unterschiedliche An- sichten, die natürlich vom angenommenen Szenario abhängen. Nimmt man einen längeren, komplexen und großräumigen Einsatz – z.B. beim Schutz kritischer Infrastruktur – an, muss man kein Prophet sein, um zu wissen, dass das Hemd sehr kurz werden wird. Nur darauf zu bauen, dass „eh nix passieren wird“, ist nur bedingt mit verantwortungsbewusstem Verhalten zu qualifizieren. Ob die geplanten Investitionen am Ende des Tags gereicht haben werden, wird zum gegebenen Zeitpunkt zu beurteilen sein.

Ihr Chefredakteur Herbert Bauer

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