Nr. 11/10/12 Minister diskreditiert Generalstabschef! ÖOG für die verfassungmäßige Meinungsfreiheit

Wien (OTS) – Leidtragender der politischen Diskussion ist das Österreichische Bundesheer! Dies hat nun wohl in Österreich bis hin zum Jungwähler beinahe jeder erkannt! Hat sich ein Heer, das mit einem Minimalbudget von 0,6 des BIP immer alle Aufträge zur vollsten Zufriedenheit der Österreicher erfüllt hat, das verdient?

Nachdem auch erkannt wurde, dass eine kleinformatige Tageszeitung eine Kampagne für ein Berufsheer führt, beginnt nun Minister Darabos, nach den Rekruten, auch seinen Generalstabschef Entacher und die älteren Offiziere zu diskreditieren! Das Wort Reformverweigerer ist häufig zu hören! Wissen Sie denn Herr Minister, dass diese Offiziere unser Heer seit 1993 bereits mehrfach reformiert haben! Unser Heer wurde immer wieder verkleinert und mit verschiedenen Ministern wurden dabei auch gleich die Spitzenpositionen umgefärbt! Dabei ist es wichtig zu wissen, dass alle Spitzenfunktionen, bis hinunter zu einem Bataillonskommandanten, auf fünf Jahre alleinig durch den Minister bestellt werden! Bestellt durch den Primat der Politik werden diese Spitzen allerdings oft zu willigen Erfüllungsgehilfen, nicht so der Generalstabschef! Er bleibt seiner Einstellung, und was noch wichtiger ist, seiner Erfahrung und der Verfassung treu!
Was ist also falsch daran, wenn General Entacher und andere Offiziere von ihrem verfassungsmäßigen Grundrecht der Meinungsfreiheit Gebrauch machen und die in der Verfassung verankerte Wehrpflicht hochhalten wollen? Aus Erfahrung weiß der Generalstabschef, dass es vorallem Nato-Staaten sind, die Berufsheere haben und diese in gefährliche Einsätze schicken. Aus Erfahrung weiß er, dass seit den Erkenntnissen des Vietnamkrieges, tote Soldaten im Ausland nicht gut für die Zuhausegebliebenen Politiker sind. Der Verteidigungsminister  hat zwar selbst den Dienst an der Waffe verweigert, aber Berufssoldaten in gefährliche Einsätze, weit weg von Österreich, würde er dann schon schicken!!
Nicht nur der General und viele Offiziere, auch der Bundespräsident warnt davor! Unser Bundespräsident spricht aus Erfahrung, bekleidet er doch den Dienstgrad Zugsführer. Auch der ehemalige Bundesminister Lichal warnt in einem Interview: „Die logische Konsequenz aus der Abschaffung der Wehrpflicht ist ein Nato-Beitritt! Das Ende der Wehrpflicht ist somit der Anfang vom Ende der Neutralität!“ Dann wäre dies auch einer der letzten Nationalfeiertage, die wir feiern! Und wir wären der 22. von 27 EU-Staaten mit einer Berufsarmee und dann natürlich auch in der NATO und auch in Afghanistan usw. Was denken die Offiziere, die ihre Heimat verteidigen sollten, aber eine Berufsarmee fordern?

Österreich hatte nie Kolonien, die ausgebeutet wurden, Österreich handelte nie mit Sklaven und die Österreicher stimmten auch gegen die Atomkraft, obwohl damals schon beinahe alle EU-Staaten Atomkraftwerke hatten. Österreich braucht weiterhin Bürger mit Gewissen, mit Zivilcourage, Österreich braucht Männer wie General Entacher!

So, wie das Recht zur Notwehr und die Pflicht zur Nothilfe, so muss für den Österreicher auch die freie Meinungsäußerung und das Wehrrecht erhalten bleiben!

Die Offiziersgesellschaft spricht sich für die Wehrpflicht und für die Erhaltung des Zivildienstes aus! Weil sich beides bewährt hat!

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