Archiv für Januar 2012

Nr. 2/01/12 Darabos-Pilotversuche keine Lösung für Probleme des Bundesheers

Montag, 23. Januar 2012

Offiziersgesellschaft warnt vor Verringerung der Sicherheit

Obwohl unsere Bundes-Verfassung nach wie vor für das Bundesheer ein Milizsystem vorschreibt, tritt der Ressortchef seit einem Jahr für eine Berufsarmee ein, ohne das erforderliche Geld und ohne die erforderliche parlamentarische Mehrheit zu haben.

Die vom Verteidigungsminister angekündigten sogenannten Pilotversuche werden das sich abzeichnende Finanzdesaster des Heeres nicht lösen. Dass 30.000 freiwillige Milizsoldaten, die pro Jahr zusätzlich zum Verdienstentgang eine Prämie von 5.000 € bekommen, mindestens 150 Mio. Euro Mehrkosten im Jahr verursachen würden, ist eine Milchmädchenrechnung. Ein weiteres Problem ist ebenfalls vorhersehbar: Einige hundert Mann in einigen Verbänden, die sich freiwillig melden, um die 5.000 € Prämie zu bekommen, sagen nichts darüber aus, ob die vielen Tausend erforderlichen qualifizierten freiwilligen Zeitsoldaten für ein Berufsheer zu finden sein werden.

Die ÖOG sieht ein Kernproblem der ganzen Diskussion in der staatspolitischen Grundausrichtung. Entweder man sieht den Vorrang der Heeresreform in der Vorbereitung der Sicherheit für die Bevölkerung im Inland oder man sieht sie beim weiteren Ausbau der Auslandseinsätze. Die Österreichische Offiziersgesellschaft hat nichts gegen Auslandseinsätze, sagt aber deutlich, dass für eine qualitätvolle Erfüllung beider Aufgaben viel zu wenig Geld vorhanden ist und erst recht nicht in Aussicht gestellt wird.

Genau aus diesem Grund tritt die ÖOG für die Beibehaltung der Allgemeinen Wehrpflicht ein, weil nur so ausreichend Mannstärken für die Vorbereitung der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherungsaufgaben (z.B Schutz wichtiger Infrastruktur) im Inland aufbringbar und finanzierbar sind und weil zweitens die Allgemeine Wehrpflicht die eindeutig einer Demokratie angemessenste und noch am ehesten gerechte Lösung ist. Wir haben derzeit die Situation, dass seit 2005 ausgemusterte Berufs- und Milizoffiziere und Unteroffiziere noch nie Volltruppenübungen erlebt haben, weil mit einfachen Milizsoldaten keine Übungen mehr stattfinden.
Wir erleben derzeit eine bisher beispiellose Verringerung der Sicherheitskapazitäten unseres Staates aus finanziellen Gründen. Die Pilotversuche von Bundesminister Darabos tragen zu einer Lösung dieser echten Reformprobleme des Heeres nichts bei.

Nr. 1/01/12 Entacher ausgezeichnet – Offiziersgesellschaft ehrt Generalstabschef

Freitag, 20. Januar 2012

Der Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft Hauptmann Hofrat Dr. Eduard Paulus und der Präsident der Offiziersgesellschaft Wien Oberst Mag. Rudolf Raubik haben im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfanges der OG Wien Herrn General Mag. Edmund Entacher in Würdigkeit seiner Verdienste um die Österreichische Landesverteidigung die höchste Auszeichnung verliehen, die die ÖOG zu vergeben hat: das Großoffizierskreuz in Gold!
In den letzten 51 Jahren wurde diese Auszeichnung nur an vier Offiziere vergeben.

General Entacher ist einer der Generalstabsoffiziere mit der längsten Truppenerfahrung. Seine Beliebtheit beruht auf fachlicher und menschlicher Kompetenz und oft bewiesener Zivilcourage. Sein eindeutiges und sachlich begründetes Eintreten für die Allgemeine Wehrpflicht, auch dann noch, als die Politik diese zuvor vertretene Linie verlassen hat, hat ihm allgemein höchste Anerkennung eingebracht, weil er dafür auch seine monatelange Abberufung in Kauf genommen und politischem Druck aus Überzeugung Stand gehalten hat.

General Entacher ist ein Offizier mit großer Vorbildwirkung.

ÖOG ehrt Entacher

v.l.n.r ÖOG Präsident Hptm Dr. Eduard Paulus, ÖOG Ordenskanzler Oberst Karl Cibulka, General Mag. Edmund Entacher, OGW Präsident Oberst Mag. Rudolf Raubik

Nr. 0/01/12 9 Landesoffiziersgesellschaften

Sonntag, 01. Januar 2012

Am 9.9.2011 hat die OG NÖ2 ihre Auflösung beschlossen. Letzter Präsident der OG NÖ2 war Obstlt Ing. Mag. (FH) BARTHES. Die für das Bundesland Niederösterreich aktuelle Bezeichnung lautet seit 1.1.2012 Offiziersgesellschaft Niederösterreich (OG NÖ), deren Präsident ist GenMjr iR Günter Hochauer ist. Die ÖOG besteht nun, entsprechend der Anzahl der Bundesländer der Republik Österreich, aus 9 Landesoffiziersgesellschaften.