Nr. 6/06/10 Präsidentin Prammer würdigt Rolle des österreichischen Bundesheeres

Festakt der Offiziersgesellschaft im Hohen Haus

Wien (PK) – Aus Anlass der 50. Wiederkehr des Jahrestages der Gründung der Österreichischen Offiziersgesellschaft fand heute im Hohen Haus ein Festakt statt, an dem ein ebenso zahlreiches wie prominentes Publikum teilnahm. Im Rahmen der Veranstaltung ergriffen u.a. Außenminister Michael Spindelegger, Verteidigungsminister Norbert Darabos und Bundespräsident Heinz Fischer das Wort.

Eingeleitet wurde die Feier durch Begrüßungsworte von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Die Präsidentin meinte, 50 Jahre Österreichische Offiziersgesellschaft seien nicht nur ein rundes Jubiläum, sondern auch ein Anlass, sich mit der Rolle des Bundesheeres auseinanderzusetzen, und die Anwesenheit der Spitzen der Republik zeige, wie wichtig dieser ihr Heer sei.

Das Bundesheer, so Prammer weiter, sei tief in der Gesellschaft verankert, was sich immer wieder bei diversen Katastropheneinsätzen eindrucksvoll zeige. Zudem genieße die Streitmacht international höchste Reputation für ihre qualitativ hochwertigen Auslandseinsätze, zu denen man nur gratulieren könne. So habe der UN-Generalsekretär just in diesem Saale erst vor kurzem die Rolle österreichischer Soldaten bei den UN-Einsätzen gewürdigt.

Österreich solle auch in Hinkunft an Friedensmissionen mitwirken, meinte die Präsidentin, dies sei ein wichtiges Signal an Österreich und das Ausland. Dabei sei man auch weiterhin der Demokratie und den Menschenrechten verpflichtet.

Die Redner der Veranstaltung würden sich fraglos auch mit den künftigen Herausforderungen an das Bundesheer auseinandersetzen, sie selbst wolle an dieser Stelle nur anmerken, dass bei aller Notwendigkeit zum Sparen die Budgetsanierung nicht auf Kosten der Rekrutinnen und Rekruten gehen dürfe. Auch müsse die erarbeitete Bundesheerreform mit aller entsprechenden Sorgfalt umgesetzt werden.

Schließlich erinnerte Prammer daran, dass sie 1997 als Frauenministerin direkt in die Öffnung des Heeres für Frauen involviert gewesen sei. Ursprünglich sei sie dieser Idee skeptisch gegenübergestanden, doch mittlerweile sei sie von Frauen im Heer überzeugt, wisse sie doch um die wichtige Rolle, die diese im Heer spielten. Die Präsidentin wünschte abschließend allen alles Gute für die kommenden 50 Jahre und viel Erfolg bei der Arbeit.

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