Darabos: Bundesheer trotz Sparkurs einsatzbereit

Ö1 Mittagsjournal, Dienstag, 06.04.2010
Das österreichische Bundesheer sei trotz der angekündigten Budgeteinsparungen einsatzbereit. Das hat Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) am Dienstag vor dem Ministerrat vor Journalisten betont. Weder beim Personal noch bei den Grundwehrdienern werde gespart. Zum etwaigen Einsatz im Libanon möchte der Minister ein Konzept vom Generalstab abwarten.

„Wir haben ein Investitionskonzept“
Ein Budget von über zwei Mrd. Euro für das Heer sei „nicht wenig“, in Zeiten, in denen der Kalte Krieg vorbei ist. Auch betonte Darabos: „Mit Beschaffungen ist nicht Schluss. Wir haben ein Investitionskonzept.“ Auch in Zeiten der Sparsamkeit werden weiter rund 300 Mio. Euro jährlich investiert. Wie alle Ressorts habe man jedoch ein Minus von 3,5 Prozent zu verkraften, räumte Darabos ein. Der Generalstab sei damit beauftragt, Vorschläge für Einsparungen zu machen. Diese werde er nicht vorab in der Öffentlichkeit diskutieren. Ende April sollen Maßnahmen präsentiert werden, kündigte er an.

„Einsatzbereitschaft gegeben“
„Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen, dass weder die Landesverteidigung noch der Katastrophenschutz vernachlässigt wird. Man könne davon ausgehen, dass die Einsatzbereitschaft im In- und Ausland gegeben ist“, so der Ressortchef. Anderenfalls hätte er den Sparplänen nicht zugestimmt.

Schwerpunkt Balkan
Zu einem möglichen Auslandseinsatz im Libanon möchte sich Darabos ein Konzept vom Generalstab vorlegen lassen. Fraglich sei, „ob ich politisch überhaupt in das Land gehen will“, meinte Darabos. Klar sei aber, dass der Schwerpunkt des österreichischen Bundesheeres am Balkan liege. Man werde deshalb dort die Kräfte verstärken. Zur möglichen Fortsetzung des Assistenzeinsatzes möchte Darabos die Evaluierung abwarten. Dann werde man sehen, ob man ihn noch brauche. (Text: APA)
Zum Nachhören als link: http://oe1.orf.at/inforadio/121127.html?filter=3

1 Gedanke zu “Darabos: Bundesheer trotz Sparkurs einsatzbereit

  1. “Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen, dass weder die Landesverteidigung noch der Katastrophenschutz vernachlässigt wird. Man könne davon ausgehen, dass die Einsatzbereitschaft im In- und Ausland gegeben ist”, so der Ressortchef. Anderenfalls hätte er den Sparplänen nicht zugestimmt. Weiss der, wovon er redet?

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